Klimaneutrales Gießen 2035

Kurzbeschreibung:

Im September 2019 hat die Stadtverordnetenversammlung einen Bürgerantrag "2035Null - Klimaneutrales Gießen" beschlossen. Ergänzt wurde der Beschluss um die Aufforderung an den Magistrat, in einem Bericht darzulegen, wie das Ziel erreicht werden kann. Hier finden Sie den Beschluss im Wortlaut.

Der Magistrat hat im September 2020 den Bericht "Klimaneutrales Gießen - Analysen und Szenarien zur Entwicklung einer klimaneutralen Stadt" vorgelegt.  

Räumliche Lage:

Das Projekt bezieht sich auf das gesamte Stadtgebiet (Territorialprinzip).

Angestrebte Ziele:

Reduktion der Treibhausgasemissionen auf null bis 2035. Die Bilanzierung der Emissionen erfolgt nach dem bundesweit einheitlichen BISKO-Standard. 

Voraussichtlich Betroffene:

Alle Bürger*innen der Stadt Gießen; Einpendler*innen

Kosten:

Die Kosten lassen sich noch nicht valide abschätzen. Siehe Bericht Seite 137-140.

Beabsichtigte Verfahrensschritte:

1. Etablierung eines "Qualitätszyklus Klima"
2. Verbesserung der Datengrundlagen
3. Umfassende Bürgerbeteiligung
4. Jährliche Berichterstattung

Beabsichtigte Bürgerbeteiligung:

Abgestimmtes Konzept der Bürgerbeteiligung, siehe Bericht Seite 61-68. Kernelemente sind:  Regelmäßige Berichterstattung, Klimabeirat, Thematische Arbeitsgruppen, Angebote vor Ort, Online-Ideenplattform, Online-Bürgerantrag, Informationsmaterialien, Veranstaltungen, Marketing

Weitere Informationen:

klimaschutz@giessen.de, 0641 306-2115 und -2116

 

 

 

 

 

 

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Zuständiges Amt
Status

Kommentare (62)

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Wie schätzen Sie ein, dass die lokalen Senken in Gießen erhalten oder sogar ausgebaut werden können angesichts der sich abzeichnenden zunehmenden Bodentrockenheit? Ist überhaupt eine Zunahme von Biomasse zu verzeichnen/ zu erwarten?

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 683 08.10.2020 09:20

Das Stadtgebiet Gießen weist bereits einen Waldanteil von 25% auf, welcher zum größten Teil nachhaltig - unter Einhaltung der FSC-Standards - bewirtschaftet wird. Es ist Ziel, den Waldbestand vollständig zu erhalten. Eine Aufforstung auf "freien" Flächen ist nicht umsetzbar, da diese für Naturschutz und Landwirtschaft genutzt werden, und die notwendige Bewässerung nicht möglich ist.

Regionalen Anbau fördern

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 681 08.10.2020 09:21

Circa 30 % der Fläche des Gießener Stadtgebietes wird für landwirtschaftliche Fläche verwendet, zum Teil auch für ökologischen Landbau. Um den regionalen Anbau landwirtschaftlicher Produkte weiter auszubauen, müssten anderweitig genutzte Flächen (Forst- oder Siedlungsfläche) zu Ackerflächen umgestaltet werden. Dies ist derzeit weder aus ökologischer noch aus städtebaulicher Sicht sinnvoll.

Mobile Schlachtboxen um Tiertransporte zu vermeiden

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 679 08.10.2020 09:21

Eine Schlachtung mithilfe mobiler Schlachtboxen obliegt in erster Linie den örtlichen Landwirtschaftsbetrieben in enger Abstimmung mit dem zuständigen Veterinäramt.

Photovoltaik auf Dächern fördern: Anreize schaffen!

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 675 08.10.2020 09:23

Bebauungspläne ermöglichen i.d.R. die Installation von Solaranlagen. Eine Umsetzungs-Verpflichtung für Bauherr*innen und Investor*innen wird erst über kaufvertragliche Auflagen oder in Städtebaulichen Verträgen erreicht. Der Magistrat hat seit dem Grundsatzbeschluss zur Klimaneutralität in 2019 bei allen für dieses Ziel geeigneten Verträgen entsprechende Regelungen vorgesehen bzw. durchgesetzt.

Glauben Sie, dass Sie in der Lage sind, die Herausforderung zu meistern oder wünschen Sie externen Input? Wie gehen Sie konkret in der Zukunft vor, um das "know how" für 2035 /0 zu generieren?

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 673 07.10.2020 17:12

Im Rahmen des Beschlusses zum Klimabericht vom September 2020 ist vorgesehen, 50.000 € für externes Know-how bspw. Gutachten oder Machbarkeitsstudien bereitzustellen. Um den verwaltungsinternen Aufwand zu meistern sind zudem neue Personalstellen für das Klimaschutzmanagement eingeplant.

Ist ihnen bewusst, dass der Klimawandel schon so weit fortgeschritten ist, dass der Wald nur noch reduzierte CO²-sink Leistung erbringen kann? Der Buchenbestand im Stadtgebiet Gießen ist zum Großteil tot. Beachten Sie das in ihren Kalkulationen?

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 671 07.10.2020 17:12

Die Berechnung bezogen auf den Wald erfolgt nach Durchschnittswerten aus der 3. Bundeswaldinventur. Die Funktion des Gießener Stadtwaldes wurde somit nicht gesondert ermittelt. Die hier ermittelten Senken setzen sich darüber hinaus auch aus landwirtschaftlichen Reststoffen, Altholz und Biomasseanbau zusammen.

Hier handelt es sich um eine Bilanz mit vagen Ausblicken auf eventuelle Vorhaben in der Zukunft; sehr grob… Wünschenswert: kleine konkrete Schritte für 2020/21!!!

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 669 07.10.2020 17:12

Der Bericht enthält ein Szenario zur Erreichung der Klimaneutralität (Kapitel III) und Maßnahmenvorschläge (Kapitel IV) In den kommenden Monaten werden im Rahmen der Bürgerbeteiligung und des „Qualitätszyklus Klima“ Maßnahmen konkretisiert werden.

Transporte minimieren

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 667 07.10.2020 17:12

Der Transport von Waren und Gütern liegt nahezu ausschließlich in der Hand von Gewerbe und Unternehmen. Durch den Gießener Ring werden bereits zahlreiche Gütertransporte quer durch die Innenstadt vermieden. Ferner ist die Stadt Gießen als regionales Einzelhandelszentrum auf den Warentransport angewiesen. Aus Sicht des Klimaschutzes sollte das Ziel angestrebt werden, den Warentransport zunehmend mithilfe umweltfreundlicher Transportmittel durchzuführen.

keine weitere Flächenversiegelung

Moderation MB

Kommentar der Moderation
ID: 665 07.10.2020 17:13

Der Aspekt der Flächenversiegelung wird bereits standardmäßig bei sämtlichen genehmigungsbedürftigen Bauprojekten untersucht und abgewogen. Der Anteil der versiegelten Fläche ist in Gießen trotz der Ausweisung neuer Baugebiete heute niedriger ist als vor fünfzehn Jahren.