Autoarmes Quartier? Ja, aber ernsthaft!

Erstellt von Moni Kruse am 20.07.2020 um 12:09 Uhr

Dieses Quartier sollte autoarm entwickelt werden. Das war die Vorgabe der Politik. Die privaten Investoren haben aber rein gar nichts unternommen, um es autoarm zu entwickeln. Es wurde nicht als autoarm beworben, als die Wohnungen verkauft wurden, es gibt viel zu wenige Fahrradstellplätze und kaum überdachte Fahrradstellplätze. Die Stellplätze sind zum Großteil frei zugänglich, so dass niemand teure Räder anschafft. Es gibt kein Carsharing, es gibt keine Leihräder. Magels Kontrollen durch das Ordnungsamt wird überall im Halteverbot geparkt und die Tiefgaragen stehen in Teilen leer, weil es auf den öffentlichen Straßen günstiger ist zu parken, als die geringe Miete für einen Autoparkplatz zu zahlen.

Zukünftig sollten Quartiere ernsthaft autoarm entwickelt werden: Parkplätze müssen weiter entfernt sei als die nächste Bushaltestelle, 90% der Fahrradstellplätze müssen überdacht sein und es muss sichergestellt sein, dass man die Abstellkammer nicht als Fahrradstellplatz verkaufen kann: Fahrradstellplätze müssen auch als solche genutzt werden. An allen größeren Gebäuden bedarf es einer Mindestquote an Abstellplätzen, die frei zugänglich sind, so dass auch Gäste das Rad vor der Tür abstellen können.

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