Bahnunterführung am Bahnhof bitte ohne Knick

Erstellt von Jan Fleischhauer am 03.02.2022 um 12:07 Uhr

Eine hohe soziale Sicherheit erreicht man in Bahnunterführungen und Tunneln, indem die Tunnel ohne Verwinklungen und Knicke geradlinig verlaufen. So kann man beim Betreten schon sehen, wer im Tunnel ist und muss nicht befürchten, dass Personen hinter einer Biegung warten. Leider plant die Stadt Gießen die Verlängerung der Bahn-Unterführung am Gießener Hauptbahnhof zur Lahnstraße derzeit mit zwei Knicks, so dass die soziale Sicherheit schlecht ist:
https://parlamentsinfo.giessen.de/getfile.php?id=155641&type=do
Es würde aber durchaus eine Möglichkeit geben, die Unterführung geradlinig zu verlängern. Dafür müsste nur an einer anderen Stelle der (noch nicht gebauten) Lehrkräfteakademie die Unterführung herauskommen.
Ebenso wäre es für die soziale Sicherheit gut, wenn am Ende der Unterführung Geschäfte oder Gastronomie wären, von denen man freie Sicht in die Unterführung oder zumindest in die Treppenanlage hätte. Das würde die gefühlte Sicherheit deutlich erhöhen.
Ebenfalls würde es die Sicherheit erhöhen, wenn die neuen Fahrradabstellanlagen nicht am Ende einer Sackgasse entstehen würden, sondern gut einsehbar wären und mehr als einen Zugang hätten. Die derzeitige Planung am Ende einer Sackgasse schafft mal wieder einen neuen Angstraum. All diese Mängel entstehen, weil die Wünsche der Investoren höher gewertet werden als das Sicherheitsbedürfnis der Reisenden. Es muss sich dann neimand wundern, dass die Nutzung des ÖPNVs nicht in dem Maße stattfindet, wie es sich alle politischen Akteure wünschen.

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